Tageslicht / Dienstag, 12.01.2016

Quartiersbeirat Karoviertel wird neu besetzt

 
 

Der Countdown läuft: Noch bis Freitag können sich Anwohner aus dem Karoviertel für einen Platz im Quartiersbeirat bewerben. Erste Sitzung Ende Januar.

Das Bedürfnis, sich miteinzubringen, mitzureden und gehört zu werden, ist gerade auf St. Pauli bekanntlich besonders ausgeprägt. Mittlerweile haben sich diverse mehr oder weniger bekannte Foren im Stadtteil etabliert: Vom Zusammenschluss zahlreicher Nachbarschaftsinitiativen unter dem Namen „St. Pauli selber machen“, bis zu den Quartiersbeiräten Wohlwillstraße und Karolinenviertel gibt es verschiedenste Plattformen für Diskussion und Austausch.

Derzeit sind vor allem Anwohner aus dem Karolinenviertel aufgerufen, sich miteinzubringen: Der dortige Quartiersbeirat, der seit 2013 als Nachfolgegremium des Sanierungsbeirats gemeinsam mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte seine Arbeit fortsetzt, wird in diesem Frühjahr neu besetzt. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum Freitag. Bewerben können sich dabei alle, die im Karoviertel wohnen oder arbeiten und Interesse daran haben, die Entwicklungen der nächsten vier Jahre in ihrer Nachbarschaft zu begleiten.

Der Quartiersbeirat Karoviertel setzt sich sowohl aus Anwohnern und Gewerbetreibenden, sowie auch aus Grundstückseigentümern, Angehörigen verschiedener Initiativen bzw. Institutionen und Mitgliedern der Fraktionen der Bezirksversammlung zusammen und berät an sechs Abenden im Jahr über geplante Sanierungs- und Bauvorhaben im Quartier, wie zuletzt über die umstrittene Aufstockung des Bunkers an der Feldstraße (wir berichteten). Alle Teilnehmer sind jedoch aufgerufen, auch andere Themen und Streitfragen in das Gremium miteinzubringen.

Zwar hat der Beirat rechtlich keinerlei Entscheidungsbefugnis, dennoch werden die jeweiligen Empfehlungen des Beirats und des gesamten Plenums von der Bezirkspolitik bei der Entscheidung mitberücksichtigt. In vielen Fällen orientiert man sich beim Bezirk am Votum des Quartiersbeirats. Falls es dennoch zur Ablehnung einer Beiratsempfehlung durch den zuständigen Ausschuss für Wohnen und Stadtteilentwicklung kommt, wird diese im Gremium in der Regel noch einmal erörtert.

„Langweilig wird es jedenfalls nie“, sagt Anke Weber von der Steg Hamburg, die den Beirat koordiniert. Aus wie vielen Mitgliedern sich der Quartiersbeirat am Ende zusammensetzen werde, sei noch nicht absehbar. Die Plätze sollen am 26. Januar im Tschaikowskyhaus (Karolinenplatz) ausgelost werden. „Unsere Grundüberlegung ist aber, möglichst alle Bewerber unterzubringen.“

Wer sich zukünftig miteinbringen will, kann noch bis einschließlich Freitag unter Angabe seines Namens, seiner Adresse und seiner jeweiligen Funktion (Anwohner, Gewerbetreibende, etc.) eine E-Mail an anke.weber@steg-hamburg.de senden. „Es sind noch ausreichend Plätze frei“, verspricht Weber. „Neben bereits aktiven Mitgliedern des Quartiersbeirats, freuen wir uns immer auch über neue Aktive, die mitreden wollen.“

(Foto: Daniel Schaefer)

 

Kommentare


  1. Warum braucht man im karo noch einen Quatiersbeirat?. Die alt eingessenden ganzen netten alternative Leute sind wegen der Yuppisierung,
    und der inzwischen vollkommen überteuerten Mieten, dank der Sanierung,dank der Steg , Dank der Vermietern,
    aus dem Viertel vertrieben wurden oder weggezogen.
    Durch die ganzen einseitigen überteuerte Klamottenläden hat es zudem sein Gesicht verloren. Ein eins lebendiges Viertel hat sein Charme verloren. Auch dank des Sanierungsbeirat und des
    Quartiermanagements.Ich weiß wovon ich spreche ich hatte selbst dort 36 Jahre gewohnt.
    R.I.P ehemals lebendiges und eins schönes K-Viertel.
    Die zeiten kommen nie wieder.

    Istnumalso.

    • …und zu allem Überfluss hat dieser Repper namens Samy Deluxe hier noch seine BurgerFrassBude eröffnet um dem hippen und Hoppen Volk den richtigen Schmaus zu geben…

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