Tageslicht / Montag, 30.11.2015

Nein zu Olympia: Beleidigt und beleidigend

 
 

St. Pauli sagt Nein zu den Olympischen Spielen 2024 und ist damit nicht allein. Doch die Reaktionen der Befürworter sind empörend. Ein Kommentar.

Die Antwort aus St. Pauli war mehr als deutlich: Im Wahllokal an der Simon-von-Utrecht-Straße stimmten ganze 77,1 Prozent der Teilnehmer gegen eine Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Sommerspiele 2024. Gerade einmal 22,9 Prozent votierten dafür. Ähnliches Bild auch an der Friedrichstraße: Hier stimmten 76 Prozent mit ‚Nein‘ und nur 24 Prozent mit ‚Ja‘. Und auch wenn das Ergebnis in der Hansestadt insgesamt nicht so eindeutig ausfällt, wie auf dem Kiez: Am Ende stimmte eine Mehrheit von 51,6 Prozent gegen Olympia in Hamburg.

Am Tag nach dem gescheiterten Referendum beginnt nun das große Gedresche: Entsetzen und Unverständnis bei den Befürwortern einer Olympia-Bewerbung. Vor allem von Seiten zahlreicher Kommentatoren hagelt es Kritik – nicht nur am Ergebnis, über das man gerne diskutieren kann, sondern vor allem an den vermeintlichen “Angsthasen“, „Nörglern“ und „Zukunftsverweigerern“, die der Stadt „die Hoffnung auf ein fröhliches Fest“ genommen und damit die „bunte, fröhliche, mitreißende Party“ versaut haben.

Aus Sicht vieler Befürworter ist es nicht nur ein schwarzer Tag für sie persönlich, nein, es ist ein schwarzer Tag für die gesamte Stadt, das ganze Land, ja für den deutschen Sport an sich. Die Hamburger, so heißt es, hätten ihr Tor zur Welt verriegelt und den Schlüssel weggeworfen. „Mit dem ‚Nein‘ zu Olympia zeigen die vermeintlich vorausschauenden Gegner, dass ihr Horizont kurz hinter dem eigenen Gartenzaun aufhört“, so ein Kommentator.

Doch wer Weltoffenheit mit der Zustimmung zu einem Mega-Event wie Olympia gleichsetzt, hat nichts verstanden. Im Gegenteil: Eine solche Aussage, wie sie heute viele Male zu lesen war, ist ein Hohn für all jene, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten an den verschiedensten Orten der Stadt aufgeopfert haben und immer noch ihr Bestes geben, um geflüchteten Menschen das Ankommen in unserer Mitte zu erleichtern. Es ist eine Welle der Hilfsbereitschaft, die leider nicht überall in Deutschland so selbstverständlich ist und daher auch weit über die Stadtgrenzen hinaus, Beachtung und Anerkennung hervorruft.

Zu behaupten, die Hamburger seien „auf dem Weg in die Provinzialität“ und würden sich nur noch hinter ihrem eigenen Gartenzaun verschanzen, ist absurd und es ist geradezu beschämend, wie pauschal nach dem Referendum über die Gegner einer Olympiabewerbung und damit auch über einen Großteil der St. Paulianer geurteilt wird. Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz reiht sich indirekt mit ein, wenn er bei seiner Analyse ausschließlich auf die ungünstigen Umstände des Referendums, auf Fifa-Skandal, Flüchtlingszustrom und Terrorangst, verweist.

Ob und inwieweit diese Faktoren tatsächlich einen Einfluss auf das Ergebnis gehabt haben, darüber kann man lang und breit spekulieren. Doch man macht es sich damit nicht nur zu einfach, sondern spricht – und das ist das Empörende – den Gegnern einer Olympia-Bewerbung damit indirekt jede Fähigkeit ab, sich sorgfältig und differenziert mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen eines solchen Konzepts auseinandersetzen zu können. Ganz so, als hätte sich eine Mehrheit der Bürger nur aufgrund der „ungünstigen Umstände“, aus purer Besorgnis, aus Angst und schlicht „aus dem Bauch heraus“ gegen Olympia entschieden. Eine Unterstellung, die bei aller nachvollziehbaren Enttäuschung, nicht zu rechtfertigen ist.

Denn das wäre in etwa so, als würde man jedem Olympia-Befürworter schlicht eine „Olympia-Besoffenheit“ attestieren, aufgrund derer er oder sie nicht mehr in der Lage ist, rational zu denken solange der Rausch anhält. Das jedoch ist ebenso falsch, wie im umgekehrten Fall. Differenziertes Denken heißt eben nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken einer Entscheidung zu erkennen und abzuwägen. Am Ende muss dann jeder für sich selbst entscheiden, welche Argumente für seine Entscheidung ausschlaggebend sind. Dieser Prozess endet nicht bei allen mit demselben Ergebnis.

Statt dass sich die Beleidigten nun beleidigend über andere äußern oder gar darüber sinnieren, das Instrument eines Referendums ganz abzuschaffen, weil es für das Wahlvolk eh alles zu kompliziert sei, sollte man eher damit beginnen, die Fehler bei sich selbst zu suchen und sich einmal mit der einzig wichtigen Frage zu beschäftigen, nämlich warum das vorliegende Konzept einer Olympia-Bewerbung die Mehrheit der Hamburger schlicht nicht überzeugen konnte. Denn das ist, entgegen allen anderen Mutmaßungen und Unterstellungen, die einzige Tatsache an diesem Tag.

Gebetsmühlenartig herunterzubeten, dass am Ende sowieso alles gut werde, auch wenn wesentliche Fragen – insbesondere der Finanzierung – bis zuletzt ungeklärt blieben, reicht einer Mehrheit der Hamburger am Ende aus gutem Grund nicht aus.

(Foto: Daniel Schaefer)

Hinweis: Aufgrund eines technischen Fehlers kann es beim Teilen dieses Artikels passieren, dass das Titelbild nicht richtig ausgespielt wird. Wir bitten dies zu entschuldigen.

 

Kommentare


  1. Pingback: 7 Tage Kiez: Unsere Tipps der Woche | St.Pauli-News

  2. Freue mich, dass die meisten NEIN Stimmen aus unserem Stadtteil kamen. Weshalb die Verlierer jetzt rumheulen uns stänkern, verstehe ich nicht! Ihr ward Euch doch soooo sicher! Offenbar habt Ihr zu viel Geld übrig, da könnt Ihr doch locker zu den Spielen reisen, egal wo sie nun stattfinden werden! Einen Tipp für das nächste Referendum: abstimmen lassen-bis es passt!

    • Diesen Kommentar verstehe ich nicht ganz. Wer verliert, darf doch wohl heulen, oder? Ich finde es jedenfalls zum Heulen, dass es mit Olympia nichts werden soll:( Und sooo viel Geld habe ich nun auch wieder nicht;) Aber man kann halt nicht alles haben im Leben, damit spreche ich sicherlich vielen hier aus der Seele.

  3. Super auf den Punkt gebracht!
    Und auf dass der Kiez weiterkämpft ein Stadtteil für alle zu bleiben – was schwer genug ist !!
    Eine Stadt sollte sich den Problemen im Hier und Jetzt stellen und Politiker überprüfen, ob ihre Lösungsansätze auch in der Praxis ankommen – bezahlbarer Wohnraum !! Elbphilharmonie – Verkehr !!
    Und Politiker sollten nicht frustriert sein, wenn Bürger deren Arbeit eben ganz anders sehen.

  4. Am selben Abend hatte Herr Schäuble in einem Fernsehinterview zudem schon zu den Geldern, die vom Bund kommen sollten gesagt, dass diese nicht in der geforderten Höhe beigesteuert worden wären.

    Von daher greift eh die Scholz’sche Aussage “Keinen Cent mehr!”. Letztendlich muss man sagen, dass die Entscheidung zum “Nein” mit diesem Wissen, das Beste war, was passieren konnte.

  5. So weit, so richtig. Fast jedenfalls. Denn die paar Prozent, die hier zum JA fehlen, wären wohl wirklich gekommen, wenn es die besagten Skandale und die letzten Terrorakte in Paris und (fast auch in) Hannover etc. Nicht gegeben hätte.
    So viele “richtige Gegner” wie Herr Schäfer hier gern hätte, gibt es wohl dann doch nicht.
    Mich zumindest hat die Summe der offenen Finanzierung ziemlich erschreckt.

    • Na, na kann da jemand nicht mit Anstand verlieren und postet auch noch falsche Fakten?!
      Die Schandtat in Paris hat doch nichts mit Olympia zu tun, die Briefwahl fand doch schon vorher statt! und selbst 1 Stimme gegen diese Spielereien hätte gereicht! Also, heulen Sie ins Kopfkissen und gut ist!

  6. Volle Zustimmung. Übrigens war die Kampagne der Olympiabefürworter aus meiner Sicht auch für echte Hamburger Pfeffersäcke alles andere als überzeugend, weil der Vorschlag schlicht nicht abstimmungsreif war: Weder gab es erkennbare handfeste Vorteile für die Abstimmenden noch ein tragfähiges Finanzierungskonzept.

  7. So sieht’s aus.

    Es gab nun wirklich einen hohe Wahlbeteiligung und entsprechend waren es eine Menge Hamburgerinnen und Hamburger die sich eben gegen Olympia in Hamburg ausgesprochen haben und zwar sicher auch Aufgrund der Erfahrungen mit anderen “Projekten” wie der Elbphilharmonie oder auch weil sie der Meinung waren, dass Gelder gerade woanders nötiger wären.
    Es geht natürlich nicht um eine grundsätzliche Sportfeindlichkeit oder persönliche Abneigung gegen die Olympischen Spiele.
    Angenommen mal, Hamburg wäre eine Stadt, die gern und viel in Bildung investiert, in den vielgefächterten Sport, in soziale Einrichtungen und Projekte, in die Untergrundkultur, die Fliehende auch offiziell nach allen Möglichkeiten unterstützt und das nicht ihren Bürgerinnen und Bürgen überlässt, die Wohnraum für alle baut und wenn Hamburg in der Vergangenheit durch weisen Umgang mit Steuergeldern und nicht mit Verschwendung geglänzt hätte, dann hätten möglicherweise auch mehr Menschen ein offenes Ohr für die Olympiabefürworter gehabt.
    Aber alleine die Tatsache, dass die Stadt mal eben für die Olympiawerbung nicht wenig Kohle rausgeblasen hat, im Grunde genommen jetzt für nichts, lässt leider das Vertrauen in die Worte gewisser Leute gen null tendieren.
    Dazu kommt natürlich, dass man aus anderen Ländern auch nicht unbedingt gutes über die Spiele und die Folgen für die Normalsterblichen hört oder liest.

    • Hätte, hätte, Fahrradkette! Angenommen, die Spiele wären nach Hamburg gekommen, dann hätte das Euros gekostet. Irgendwoher wären dann die Euros gekommen. Das setzt voraus, dass diese Euros frei zur Verfügung stehen, um Irgendwas zu finanzieren, wie zum Beispiel diese Spiele. Nun kommen die Spiele nicht nach Hamburg. Was ist denn jetzt mit den Euros, die dafür frei zur Verfügung gestanden hätten. Haben die sich jetzt in Luft aufgelöst? – sicherlich nicht. Also könnten diese Euros auch für andere Projekte eingesetzt werden, die dringend in Hamburg gebraucht werden. Wieso wird der Breitensport mit Olympia mehr gefördert, als ohne Olympia. Die Euros standen doch für Olympia zur Verfügung. Also könnten diese Euros doch jetzt auch ohne Olympia sinnvoll in den Breitensport oder anderes gesteckt werden.

      • Leider Falsch. Du hast es nicht verstanden. Hast du dich mal gefragt, warum der Bund überhaupt Geld dazu gibt, wenn in Hamburg olympische spiel stattfinden? Sicherlich nicht, weil das Geld da so rum liegt. Und seit wann tun die etwas, ohne irgendeinen Nutzen zu sehen?

        Olympia in Hamburg hätte die nächsten 10 Jahre bedeutet, dass hier viel passiert. Baustellen, Planungsleistungen, etc., da wäre einiges zu tun gewesen. Davon hätten viele Hamburger Firmen und auch die ein oder andere überregionale Firma mit Sitz in Deutschland profitiert. Diese Firmen zahlen Steuern. Diese Firmen beschäftigen UNS. Wir zahlen Steuern….Olympia hätte schon Jahre vorher tausende Jobs geschaffen/gesichert.

        6 Wochen Olympia hätten bedeutet, dass tausenden, Hunderttausende, vielleicht sogar ne Million Besucher aus der ganze Welt nach Hamburg gekommen wären. Jedes Hotel, jeder Taxifahrer, Restaurants und Dönerbuden hätten in der Zeit extra Schichten geschoben. Alle wären ausgelastet. Übrigens: die Zahlen auch alle steuern. Z.b. 19% von jedem Umsatz. Die gehen direkt an den Bund. Nennt sich Umsatzsteuer, besser bekannt als Mehrwertsteuer. Auch der in der Zeit gutverdienende Taxifahrer zahlt (meistens) seine Steuern. Die Gewerbesteuer (ca. 15%) bleibt direkt in Hamburg.

        Man stelle sich mal vor, jeder zweite Besucher kommt eines Tages zurück in die Stadt. Und gibt dann nochmal Geld aus in HH. Und zahlt so nochmal steuern.

        Was ich damit sagen will: das Geld, insbesondere vom Bund, wäre investiert worden, weil langfristig Rückflüsse generiert worden wären. Natürlich lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wann die Rückflüsse kommen und wie hoch diese genau gewesen wären. Es ist aber auch nicht so, dass das Geld nun woanders landet….

        Aber was solls, das Ding ist nun durch. Uns geht es nicht schlechter als vorher. Hätte hätte Fahrrad……

        • Nolle, einen solchen, bunt zusammengewürfelten Unsinn habe ich selten gelesen! Stehen Sie der Geschäftswelt nahe- oder arbeiten Sie für das Finanzamt? Sie fasen davon, dass Taxi Fahrer mehr verdient hätten, Döner Buden, Hotels, die Stadt, der Bund durch Umsatz, Mehrwerts, Gewerbesteuer usw! Was hat der einzelne Bewohner davon, wenn es der Geschäftswelt und der Stadt, dem Bund gut geht? Wird eine einzige Schule gebaut, renoviert, mehr Lehrkräfte und Kita Personal eingestellt, sinken die Mieten? Und die, was sagten Sie “überregionalen Firmen”, die mich ja besonders interessieren, hätten gut verdient! Und dann schwadronieren Sie von “Millionen Besuchern”. Als ob Hamburg, speziell St.Pauli nicht schon genug davon haben! Straßenbau, Brücken ausbessern, ja schön und gut, die von HH veranschlagten 1,2 Milliarden kann man doch JETZT shon verwenden! Und überhaupt: Sie träumen mir zu viel. WOHER wollen Sie wissen, dass Hamburg die Spielereien überhaupt zugesprochen bekommen hätte? (Von der Redaktion gekürzt)

          • Nun mal halblang. Ich habe nur versucht das Agrument, die Spiele seien zu teuer, ein wenig aufzufangen. Daneben habe ich versucht die Aussage, dass das Geld nun für andere Dinge zur Verfügugn stehe, zu entkräften. Hat offensichtlich nicht geklappt, denn auch Sie sind der Meinung, dass Das veranschlagte Geld (1.2 Milllionen) schon “JETZT” verwendet werden kann. Ich habe dazu gesagt, dass das nicht geht. Das “veranschlagte Geld” steht nämlich keineswegs “zur freien Verfügung”. Das veranschlagte Geld wurde unter Berücksichtigung zukünftiger Mehreinnahmen durch Toursimus u.ä. Kalkuliert. Wobei die Ausgaben natürlich nicht 1:1 wieder reinkommen. Ich will mich jetzt aber auch nicht wiederholen.

            Was hat der einzelne Bewohner davon, wenn es der Stadt gut geht? Ich frage mal andersherum: Was hat der einzelne Bewohner davon, wenn es der Stadt schlecht geht. Fragen Sie dazu mal einen Bremer. Der Stadt geht es schlecht. Vorteile bringt das ganz sicher keine!! (Nicht, dass es Hamburg durch das “Nein” nun schlecht gehe. Ich lebe trotzdem lieber in einem gut aufgestellten Hamburg als in einem schlechten).

            Und wird denn jetzt ohne Olympia eine einzige Schule mehr gebaut oder mehr Kita Personal eingestellt? Nein, weil siehe oben. Das Geld ist ja gar nicht da. Zumindest nicht mehr als vorher. Oder platt ausgedrückt: Es gibt kein Sparbuch, auf dem die Stadt Hamburg das Geld für Olympia beiseite geschaffen hat. Ich bin da aber ihrer Meinung, Hamburg hat viele Baustellen, in denen investiert werden muss. Dies betrifft neben Schulen/Kitas auch die Infrastruktur (Straßenbau, Brücken). Der Bund hilft uns dabei finanziell jetzt leider nicht mehr.

            Das einzige Problem war tatsächlich die Ungewissheit, ob die Spiele tatsächlich nach Hamburg gekommen wären. Bei der Konkurrenz vermutlich nicht.

            Eines noch zur Sportförderung, da ja teilweise auch bemängelt wurde, dass diese nur erfolgt wenn Olympia kommt. Warum kann der Breitensport denn nicht trotzdem gefördert werden, auch jetzt ohne Olympia?
            Nun, Ein Hauptteil der Förderung des Breitensports bei Olympia wäre mit Sicherheit die mediale Aufmerksamkeit gewesen. Bereits nach der WM2006 sind die Anmeldungen in Sportvereinen (Fußball) in die Höhe geschnellt. Das hätte den randsportarten 2024 vermutlich ganz ähnlich erfahren können und diesen so nachhaltiger geholfen als jede einmalige Finanzspritze es überhaupt kann. Was ist ein Sport schon ohne die Mitglieder, die ihn ausüben? Mit höheren Mitgliederzahlen hätte man einerseits mehr Einnahmen durch Beiträge, andererseits würde man einen größeren Anteil vom Fördertopf des Bundes kriegen (und das dann wohl auch in den Folgejahren, nicht nur einmalig).

            P.s. Spielt es jetzt eine Rolle, wo ich herkomme oder wem ich nahe stehe?

      • hamburg hat das geld nicht. man hätte für die finanzierung einen sog. “schattenhaushalt” (“versteckte schulden”) gebildet, so wie beim rückkauf des stromnetzes. “Die Ausgliederung
        kommunaler Tätigkeiten kann durch eine Reihe von Anreizen mo-
        tiviert sein. Zu diesen können eine Entlastung des kommunalen
        Kernhaushalts, die Verwendung der kaufmännischen Buchfüh-
        rung oder das Generieren von Kostenvorteilen gehören. Gleich-
        wohl sind mit einer Ausgliederung aber auch Risiken verbunden.
        So kann dadurch die Transparenz kommunaler Aktivitäten er-
        schwert („Verschleierung der Staatstätigkeit“), einer Auslagerung
        von Schulden- oder Vermögensteilen („Flucht aus dem Budget“)
        und einer Verdrängung privatwirtschaftlicher Initiative Vorschub
        geleistet werden. Zudem können kommunale Auslagerungen auch
        gegen eine Reihe von Haushaltsgrundsätzen verstoßen.”
        http://www.steuerzahlerinstitut.de/files/20364/Schrift_113__September_2012__Herrmann_-_Kommunale_Schattenhaushalte.pdf

  8. Hamburg wird das verschmerzen können:) Diese Stadt bietet auch ohne Olympia genug und es sind ganz andere Dinge die diese Stadt ausmachen und sie so unverwechselbar machen..

  9. Ich bin Olympia-besoffen und hätte mich sehr über Olympia in Hamburg gefreut. Einfach so. Bitte hört wenigstens auf zu jubeln, liebe Gegner, denn das empfinde ich ein bisschen als schadenfroh.

    • Dass Sie St.Pauli und offenbar seine Bewohner nicht mögen ist nicht strafbar und erstmal Ihr Problem. Verwerflich ist Ihr Wunsch, dass Sie die Bürger, wie sagten Sie weg gentrifizieren möchten! So Menschen verachtend kann nur jemand posten, der das bunt zusammengewürfelte, liebenswerte, hier verwurzelte Völkchen nicht kennt! St.Paulianer halten zusammen- oder an welchem Ort waren blitzschnell so viele Flüchtlingshelfer zur Stelle….? Unter den olympischen Kindereien hätten vor allem unsere Bewohner zu leiden gehabt, oder was meinen Sie, wo hätten sich die Heerscharen von Besuchern, Funktionären, ausgeschiedene Sportler abends vergnügt?

  10. Das Nein der ewig gestrigen koennte doch noch fuer etwas gut sein: Die chancen die euro2024 nach deutschland zu holen sind dadurch deutlich gestiegen :)

  11. Wichtig und richtig. Dennoch finde ich es sehr schade, dass permanent davon gesprochen wird, dass die Hamburger, die Bürgerschaft Hamburgs abgestimmt hätte.

    Fakt ist, dass ich zu meiner eigenen Überraschung und Empörung feststellen musste, dass bei solch Frage an die sogenannten “Hamburger” klar zwischen deutschem Pass und anderem unterschieden wurde. Das ist schlichtweg lebensfremd und diskriminierend, wenn man mal bedenkt wie viele Hamburger seit fünf (ich), zwanzig (ein Freund), mehr als 40 Jahre (eine Freundin)…usw., hier in Hamburg leben und sich aktiv einbringen, Steuern zahlen, ihre Nachbarschaft pflegen etc.. Gesellschaft wandelt sich und ein deutscher Pass ist in einer Großstadt nicht das, was dich zu einem anteilnehmenden Bewohner, der eine Stimme hat, macht.

    Nun soll es hier durch meinen Kommentar zumindest mal geäußert werden. Bisher habe ich zu keinem Zeitpunkt mal Kritik dazu gehört. Ich finde es berechtigt! Ich bin empört über diese Unterscheidung wer eine Stimme hat und “Hamburger” sei, und wer nicht.

    Ahoi zusammen!

    • Ihren Kommentar verstehe ich ohne Übersetzung nicht! Was wollen Sie uns mit “Die Hamburger” sagen?
      Also: Jeder, der in einer Stadt wohnt ist Einwohner, Bewohner, wobei von der Herkunft des Einzelnen nicht die Rede ist!
      Wer in HH wohnt, ist Hamburger- oder in Berlin ist er Berliner usw! Wo liegt also Ihr Problem?

  12. Liebe Leser,
    Wir möchten erneut darum bitten, in Kommentaren sachlich zu bleiben und Provokationen/Beleidigungen zu unterlassen. Andernfalls wird der Beitrag nicht veröffentlicht. Vielen Dank.

  13. Klasse Beitrag, den ich unterschreibe.

    Es sind schlechte Verlierer, diese “Olympia-Befürworter”, und zeigen damit, dass sie keinen Sportgeist kennen, von Fairness und Respekt gegenüber anderes denkenden Bürgern und ihrer freien, demokratischen Entscheidung. Damit bestätigen sie aus meiner Sicht, dass es hier irgendwie gar nicht um Olympia ging, sondern um Eitelkeit, Gewinnsucht und Dominanzgehabe.

    • Hallo, also ich möchte das nochmal klarstellen, dass ich Olympia wirklich gerne in Hamburg gehabt hätte. Und dass das NICHTS mit Eitelkeit, Gewinnsucht oder Dominanzgehabe zu tun hat. Wenn eine Wahl nicht so ausgeht, wie man es sich wünscht, dann ist man halt unzufrieden. Und wenn man wirklich sehr auf einen anderen Wahlausgang gehofft hat, dann ist man mitunter auch beleidigt. Die meisten Menschen sind nunmal emotional, und zeigen ihre Gefühle. Das hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun. Und wenn es doch Pöbeleien und Beleidigungen gibt, kann man das doch nicht generell allen Olympia-Befürwortern anlasten.

  14. ein vorschlag:
    vielleicht läßt sich das kommentieren übersichtlicher gestalten, indem man nachvollziehen kann, auf welchen kommentar antwortet. z.b.: #1
    auch eine like-möglichkeit wäre schön. das könnte ein besseres meinungsbild geben.

      • Man kann doch auf „Antworten“ unter einem Beitrag klicken / tippen, dann sind die Antworten direkt unter dem beantworteten Beitrag und auch etwas eingerückt. Damit lässt sich der Bezug herstellen. Ist zumindest in der mobilen Web-Ansicht so.

        • falsch.
          wenn die kommentare einen # hätten, könnte ich dir ganz einfach zeigen, dass das nicht stimmt, indem ich auf den # verweise und das suchen ist einfach. so muß ich dir jetzt umständlich beschreiben, dass mein vorletzter kommentar von heute, 12.19 h, sich auf den kommentar von “erich wutschke, 01.12., bezieht und dazwischen haben sich andere kommentare geschoben. das mist!

  15. Ohne mich jetzt direkt zu Olympia äußern zu wollen (es ist ohnehin gelaufen), fällt doch auf, dass die Kommentare unter diesem Artikel dem Inhalt des Artikels widersprechen… Hier kommentiert nur eine Person beleidigend und fühlt sich anscheinend persönlich angegriffen. Und diese Person war dagegen. Das gibt – mir jedenfalls – zu denken 😉

  16. Ich freue mich immer noch über das NEIN ! Trotz der schon totalitär wirkenden Feuer&Flamme-Werbung immer und überall ist es wie ein WUNDER, dass wir Olympia 2024 abwenden konnten.
    Danke, Danke, Danke liebe Wähler !
    Ein finanzielles Disaster ist uns erspart geblieben.

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