Schlaglicht / Freitag, 23.10.2015

“Der Silbersack ist meine Lebensaufgabe”

 
 

Seit drei Jahren führt Dominik Großefeld den “Silbersack” auf St. Pauli. Eine Geschichte über einen, der angekommen ist.

„Mein letzter Vollrausch?“, fragt Dominik Großefeld, schiebt die Schiebermütze nach hinten und lacht. „Das ist gefühlt ewig her.“ Obwohl, wenn er so nachdenke: Es gab da vor einigen Monaten mal einen Abend bei Hermann im „Osborne“, an dem habe er den einen oder anderen Kümmel gehabt. „Der kurze Heimweg fiel mir dann schon etwas schwerer, auf so etwas bin ich ja nicht geeicht.“

Ein Wirt, der nicht trinkfest ist? Dominik zieht an seiner Zigarette und schüttelt den Kopf. Ein guter Kneipier brauche viele Qualifikationen – Trinkfestigkeit gehöre nicht dazu, auch wenn es auf St. Pauli mehr als genug Gegenbeispiele gebe, die trotzdem seit Jahrzehnten bestehen. Statt Knolle und Kümmel schwört der Silbersack-Wirt auf Kaffee und Kippen. Jeden Nachmittag, bevor der 30-Jährige die schweren roten Holztüren seiner Kneipe um Punkt 15 Uhr zur Seite zieht, setzt er seine Zwei-Liter-Thermoskanne auf. Bis zum frühen Abend kommt er damit meist durch.

Alkohol hinterm Tresen ist für Dominik Großefeld dagegen ein striktes Tabu. Die Ausnahmen, die er für seltene Stammgäste gemacht habe, könne er an einer Hand abzählen. „Ziel des Spiels ist es, den Gästen einen schönen Abend zu bereiten“, sagt Dominik ernst. „Und das kann man am besten, wenn man selbst dabei nüchtern ist.“ Ein Gebot, das auch Erna schon von ihm eingefordert habe und das Dominik noch heute seinen Mitarbeitern vorschreibt.

Überhaupt ist Erna Thomsen im Silbersack auch mehr als drei Jahre nach ihrem Tod immer noch allgegenwärtig, so scheint es. Ihre Regeln und Prinzipien haben im Silbersack bis heute nicht an Gültigkeit verloren. Die Frau, die im Alter von 25 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich 1949 auf einem ehemaligen Trümmergrundstück unweit der Reeperbahn ein Lokal eröffnete und den Betrieb auch nach dem Tod ihres Mannes noch mehr als 50 Jahre alleine weiterführte, hat sich auf dem Kiez großen Respekt verschafft. Respekt, den man ihr auch nach ihrem Ableben zollt.

„Der Silbersack soll in Ernas Sinne erhalten bleiben“ – Diese Losung steht wie ein ungeschriebenes Gesetz über dem in die Jahre gekommenen Ecklokal mit den cremefarbenen Kacheln. Für Dominik Großefeld, der den Silbersack seit mittlerweile drei Jahren weiterführt, Ehrensache – und doch stellt es ihn immer wieder vor innere Konflikte. „Bei allem, was ich tue, frage ich mich, was Erna wohl tun würde“, sagt der Wirt. „Manchmal denke ich: Fuck, wo bist du? Lass mal kurz schnacken.“

(Foto: Marcelo Hernandez)

Es ist nicht nur die Kneipe und deren Gäste, denen er sich verpflichtet fühlt, sondern vor allem Erna selbst. Bis heute. „Ich hätte gerne noch zehn Jahre länger als Angestellter für sie gearbeitet.“ Doch als er 2009 zum ersten Mal nach St. Pauli kam, war es um Ernas Gesundheitszustand bereits nicht mehr allzu gut bestellt. Die damals 85-Jährige stand zu dieser Zeit nur noch selten hinter dem Tresen ihrer Kneipe und suchte stattdessen nach einem neuen Angestellten, der das Lokal führen sollte.

„Für mich war im ersten Moment, wo ich diese Kneipe betreten habe klar, dass das mein Ort sein würde“, sagt Dominik, der zum damaligen Zeitpunkt einen alten Schulfreund besuchte, der für Erna im Silbersack arbeitete. „Ich habe mich der Reihe nach einmal an jeden Tisch gesetzt und den Laden und seine Menschen genau beobachtet.“ Die Atmosphäre, „der Spirit“, wie er sagt, habe ihn sofort fasziniert. „Ich liebe das bis heute.“

Erna wiederum erkannte in ihm schnell den Richtigen für diesen Job. Trotz des großen Altersunterschieds verstanden sich die beiden auf Anhieb so gut wie blind – eine wichtige Voraussetzung für die Silbersack-Wirtin, die selbst keine Frau der großen Worte war. Sie erkannte in ihm viele der Tugenden, die sie selbst verkörperte: Geradlinig und ehrlich, fleißig und diszipliniert, loyal und trotzdem mit einem ganz eigenen Kopf.

Doch gerade letzteres brachte ihn noch zu Schulzeiten nicht viele Sympathien ein. Das Phoenix-Gymnasium im Dortmunder Stadtteil Hörde verließ der Sohn einer alleinerziehenden Pflegerin mit drei Kindern nach der 6. Klasse jedenfalls mit beachtlichen 30 Tadeln. Auch auf der Realschule, die er ab dem folgenden Schuljahr besucht, wird es zunächst nicht besser. Zu oft, fühlt er sich von den Lehrern nicht ernst genommen, geht auf Konfrontation. „Wenn jemand dir etwas beibringen will, ist das das eine. Wenn aber jemand einfach nur etwas besser wissen will, habe ich bis heute damit ein großes Problem.“

Immer wieder wechselt der als aufsässig geltende Schüler in der Folgezeit aufgrund von Konflikten mit Lehrkräften die Klasse. Im Lehrerzimmer wird der Name Großefeld bald zum Gesprächsthema Nummer eins. „So einen Klugscheißer wie mich, hätte ich auch gehasst“, sagt der 30-Jährige heute selbstkritisch. Viele seiner damaligen Verhaltensweisen – wie der Konsum von Apfelkorn aus einer Sprite-Dose im Unterricht – seien aus heutiger Sicht auch als „höchst fragwürdig“ zu bewerten. Erst in der zehnten Klasse habe er es zum ersten Mal geschafft, ein ganzes Jahr lang einfach „die Fresse zu halten“. „Ich wollte keiner dieser ewigen Wiederholer werden, ich wollte einfach nur, dass es vorbei geht.“ Den Abschluss schafft er am Ende mit Bravur.

Um das versäumte Abitur nachzuholen, besucht Dominik im Anschluss zunächst eine höhere Handelsschule. Nebenbei jobbt er als Pizza-Kurier und Lagerarbeiter in einem Dortmunder Getränkemarkt, sammelt erste gastronomische Erfahrungen im Biergarten seines Vaters, mit dem ihn abgesehen von der Arbeit jedoch nicht viel verbindet. Eine Arbeit, die ihm seinen späteren Einstieg in die gastronomische Selbstständigkeit dennoch deutlich erleichtern sollte.

Dominik Großefeld, Silbersack (4)

Dass er sich für die Gastronomie berufen fühlt, steht für den jungen Abiturienten schon früh fest. Trotzdem absolviert der damals 18-Jährige zunächst eine Lehre zum Steuerfachangestellten. Doch mit seiner Arbeit am Schreibtisch ist er alles andere als glücklich. Nach dem Ende seiner Ausbildung 2005 wagt er stattdessen den Schritt in die Gastronomie und übernimmt im Südosten Dortmunds das „Haus Fromme“, ein deutsch-italienisches Lokal, das ebenso als Anwohnerkneipe fungiert.

Unter seiner Führung entwickelt sich das Restaurant samt neu eingerichtetem Biergarten schnell zu einer der beliebtesten Ausgeh-Adressen im Stadtteil Sölde. Doch mit zunehmendem Erfolg, wird die Luft für den ambitionierten Junggastronom immer knapper. „Um acht auf den Großmarkt, danach hinter den Tresen, Gäste bedienen, Bestellungen liefern, Pizza backen, Abrechnung machen“ – am Ende eines Tages bleiben ihm meist nicht mehr als vier Stunden Schlaf. „Das Lokal lief irgendwann so gut, dass ich nicht mehr hinterher kam.“ Nach drei Jahren gibt er erschöpft auf.

Um den Kopf frei zu bekommen, flüchtet der Dortmunder für ein paar Tage nach Hamburg. Den Silbersack auf St. Pauli kennt er zu dieser Zeit bereits aus Erzählungen ehemaliger Schulfreunde und so gilt der erste Besuch nach seiner Ankunft sofort jener legendären Eckkneipe an der gleichnamigen Straße unweit der Reeperbahn. Hier verbringt er zunächst unzählige Abende, an denen er mit St. Pauli und seinen Menschen zum ersten Mal in Berührung kommt.

„Ohne je zuvor einmal hier gewesen zu sein, habe ich sofort gespürt, dass St. Pauli mein Zuhause ist“, sagt Dominik rückblickend. „Ich war das schon immer, konnte dem Kind aber vorher nie einen Namen geben.“ Ehrlich, unverstellt und klar raus – so erlebt er viele der Menschen auf dem Kiez. Nicht nur was die zum Teil ruppige Art des miteinander Umgehens angeht, stellte er schnell Parallelen zum Ruhrgebiet fest. „Man betrachtet sich als ebenbürtig – völlig unabhängig davon, was man nach außen darstellt.“

Doch ob er tatsächlich im Silbersack anfangen kann, steht zu dieser Zeit noch in den Sternen. Zurück in Dortmund schlägt er sich einige Monate als Angestellter einer bekannten Sportsbar-Kette durch. Nebenbei hilft er zudem als Pizzabäcker im Restaurant eines Freundes aus. An einem Sonntagabend schließlich kommt der für ihn erlösende Anruf aus Hamburg. „Hast du noch Lust, für mich zu arbeiten?“, fragt Erna eindringlich. Dominik, der sich gerade das Mehl von den teigverklebten Fingern klopft, zögert keinen Augenblick. „Gut. Am Freitag fängst du an zu kellnern.“

Gut sechs Jahre ist das inzwischen her. Im Vergleich zur 66-jährigen Geschichte des Silbersacks eine lächerlich kurze Zeit – und dennoch: Wer den jungen Wirt im schwarzem Kapuzenpullover einen Nachmittag lang hinter seinem Tresen beobachtet, bekommt schnell das Gefühl als habe dieser schon immer irgendwie dazugehört. Sein trockener Humor, seine Schlagfertigkeit und seine zum Teil charmante Kodderschnauze mögen nicht jedem Gast, der den Ton auf St. Pauli nicht gewohnt ist, gefallen. Doch gerade deshalb passt er nur allzu gut an die Stelle, die über Jahrzehnte nur einer Frau vorbehalten war.

Silbersack-Wirt Dominik Großefeld

Auch mehr als drei Jahre nach ihrem Tod, verbindet ihn mit Erna Thomsen weit mehr als nur diese Kneipe. Auch wenn er es nicht ausspricht, so merkt man ihm die Dankbarkeit, aber auch die Bewunderung, die er für die ehemalige Silbersack-Wirtin empfindet, immer noch an. Die zuletzt 88-Jährige war für den damaligen Mittzwanziger Chefin und Mentorin zugleich, eine Art Ziehmutter, bei der er schnell lernte, wie das Leben auf dem Hamburger Kiez funktioniert.

„Es ist ein anderer Schnack ohne sie“, sagt Dominik knapp und zündet sich die nächste Zigarette an. „Früher konnte ich mich bei allem, was ich gemacht habe auf sie berufen.“ Heute muss er eigene Entscheidungen treffen. Und dazu stehen. Besonders schwierig wird es, wenn es um Veränderungen in dem von vielen oft als „Kult-Kneipe“ bezeichneten Lokal geht – wobei „Kult“ ein Wort ist, das Dominik persönlich nicht gerne hört. „Der Silbersack soll in Ernas Sinne erhalten bleiben.“ Aber was heißt das nun?

Ist es in Ernas Sinne, die jahrzehntealte Jukebox zwischen den Toiletteneingängen, über die in den vergangenen Jahren unzählige Biere geschlossen sein müssen und die an Klang bereits ordentlich eingebüßt hatte, gegen eine neue und modernere Jukebox auszutauschen? Ist es in Erna Sinne, den Preis für das Bier angesichts der Pacht, die seit ihrem Tod im Jahr 2012 an eine neue Eigentümergemeinschaft zu zahlen ist, auf 2,20 Euro zu erhöhen? Und ist es überhaupt in Ernas Sinne mit einem Journalisten über all das zu sprechen? Schließlich war Erna die Letzte, die mit ihrer Kneipe gerne im Mittelpunkt stand.

„Es gab immer wieder mal Dinge, die ich gerne verändern wollte, auch als Erna noch lebte“, sagt Dominik nachdenklich. „Aber ich habe mich stets auf sie berufen – der Erfolg hat ihr letztendlich ja auch Recht gegeben.“ Trotzdem falle es ihm manchmal schwer, eine Veränderung gegen seinen Willen nicht durchzuführen. Einen größeren Tresen für die vielen Stammgäste, die gerne bei ihm sitzen wollen, würde er sich manchmal wünschen. Doch wie würden die Gäste reagieren, wenn sich bereits bei einer veränderten Reihenfolge der Wimpel Protest rührt?

Dominik Großefeld, Silbersack

Ernas Erbe ist sein Geschenk – ohne jeden Zweifel. Und doch, ist da dieser Bastler und Schrauber in ihm, der Pionier, der gerne über neuen Ideen brütet, neue Konzepte erspinnt oder einfach scheinbar Unbrauchbares wieder zusammenschweißt und sei es eben nur, dass er in seiner Freizeit einen in die Jahre gekommenen Opel-Bus wieder auf Vordermann bringt oder einfach nur ein Bild malt. Es ist diese Ruhelosigkeit und Kreativität, die permanent nach einem Ventil zu suchen scheint.

Manchmal fragt man sich, woher der Ehemann und Vater einer zweijährigen Tochter, für den 16 Stunden Arbeit am Tag keine Seltenheit sind, seine Energie nimmt. „Ich will nicht weniger machen, ich will nur, dass die Tage länger werden.“ Doch wie lange müsste so ein Tag sein, damit ein Dominik Großefeld all das machen kann, was ihn umtreibt? „30 Stunden wären ideal. Da bliebe am Ende vielleicht sogar noch Zeit für etwas Sport.“ Bei näherer Betrachtung jedoch ist fraglich, ob es mit sechs Stunden mehr tatsächlich schon getan wäre.

Aber wenn die Tage schon von sich aus nicht länger werden wollen, verlängert er sie eben einfach selbst. Seit einigen Wochen jedenfalls hat sich der 30-Jährige einer weiteren Lokalität auf dem Kiez verschrieben, in der er derzeit viel Schweiß und Herzblut, aber auch Geld investiert. Nachdem die langjährige Punkrock-Kaschemme „Kracken“ (ehemals „Skorbut“) an der Hopfenstraße zuletzt vor dem Aus stand, zögerte der Silbersack-Wirt nicht lange und rettete damit kurzerhand den kleinen Kellerclub.

Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Stammgäste aus dem Silbersack hat er die kleine Punkerkneipe nach Feierabend in unzähligen Stunden wieder auf Vordermann gebracht. Vom Konzept hat sich in seinem „Menschenzoo St. Pauli“ jedoch kaum etwas verändert. „Punk`s not dead“, lautet weiterhin die Parole. „Der Punkrock verschwindet wie vieles immer mehr aus diesem Stadtteil“, versucht der neue „Zoodirektor“ die Intention seines Handelns zu begründen. „Aber er gehört einfach dazu.“ Genauso wie der Silbersack zu St. Pauli gehört. Für ihn macht das keinen Unterschied.

Demnach passen Silbersack und Menschenzoo durchaus gut zueinander – mit dem großen Unterschied, dass die Zahl der neugierigen Touristen in der bekannten Eckkneipe, die mittlerweile in unzähligen Reiseführern aufgeführt wird, deutlich höher ist. „Natürlich ist der Name Menschenzoo auch eine Kritik an den derzeitigen Verhältnissen im Viertel“, sagt Dominik. „Viele dieser Touristenführungen haben dazu geführt, dass man als Anwohner das Gefühl bekommt in einem Zoo zu leben und nur noch ein interessantes Ausstellungstück zu sein.“

„Ihr ist es gelungen, eine Atmosphäre zu bewahren, in der sich alle Generationen wie in einem Wohnzimmer fühlten“, wie Pastor Sieghard Wilm bei Ernas Beerdigung passend sagte

Aus wirtschaftlicher Sicht sieht er zwar durchaus die Vorteile, wenn einige der Gruppen auf einen kurzen Kneipenstopp im Silbersack vorbeikommen. Zugleich bekommt er jedoch auch die Nachteile dieser Entwicklung am eigenen Leib zu spüren. „Ständig hält dir jemand ungefragt die Kamera in die Fresse“, schimpft Dominik und wird lauter. „Das ist wie bei einem Tier im Zoo, das wird ja auch nicht gefragt. Da heißt es nur: Oh, sieht interessant aus, zack und Kamera drauf. Als wäre ich hier der einzige Mann auf der Welt, der Bierflaschen mit einem Flaschenöffner aufreißt.“

Es ist nicht der Tourismus an sich, der ihn nervt, den habe es hier schon immer gegeben. Ihn ärgert vor allem, dass die viele Besucher sich kaum noch die Zeit nehmen würden, St. Pauli, seine Kneipen und seine Menschen, wirklich kennenzulernen. Vielmehr gehe es darum, in möglichst kurzer Zeit alles vermeintlich Wichtige einmal abgehakt zu haben. „Das ist schade, denn gerade das, was diesen Ort eigentlich ausmacht, bleibt so für die meisten verborgen.“ Am Ende fahren die Menschen wieder nach Hause ohne St. Pauli auch nur im Ansatz verstanden zu haben.

In das nostalgische „Früher war alles besser“, will Dominik Großefeld jedoch keinesfalls einstimmen – vielleicht auch, weil er sich selbst nicht zu diesem „früher“ zählen kann. Ja, der Kiez habe sich verändert und das auch nicht immer zum positiven. „Aber es gibt diese Orte noch.“ Orte, an denen der Kiez noch Kiez ist. Letztendlich liege es an jedem Einzelnen selbst, diese zu erhalten. Denn Wandel, davon ist der 30-Jährige überzeugt, könne nur stattfinden, wenn die Leute es auch wollten. Soll heißen: Wer sein Bier lieber am Kiosk statt in der Kneipe oder im Club kauft, darf sich am Ende auch nicht beklagen, wenn wieder eine alteingesessene Kiezkaschemme dichtmacht.

Ob das irgendwann auch dem Silbersack droht? „Da müsste man ihn mir schon entreißen“, lächelt der Wirt kampfeslustig. „Der Silbersack ist meine Lebensaufgabe, die ich von mir aus niemals aufgeben werde.“

(Fotos: Daniel Schaefer (1), Irene Jung (3), Marcelo Hernandez(2))

 

Kommentare


  1. Mensch Dominik installiere endlich mal ein anständiges Herrenklo! Würde gerne stets länger im Silbersack verweilen, aber wenn ich dann an diese “Sickergrube” denke….

    • huch…das muß dann doch wohl mal selber in Augenschein nehmen, wenn man “umme Ecke” wohnt,
      aber nicht am Freitag und am Samstag…nee wirklich nicht..zumindestens zwischen 19 und 2
      Uhr.

      • Wie viele? Ich meine wie viele Biere hatten Sie schon intus, als Sie diesen Kauderwelsch schrieben? Was wollen Sie denn nun hauptsächlich sagen?

        • Da ist ein Mensch den Erna instinktiv kurz vor dem schwinden ihrer Kräfte ausgesucht hat.Ein toller Typ. Ruhrpott und Pauli geht doch.

  2. Seit mehr als 40 Jahren besuche ich immer
    wieder den Silbersack.
    Bitte ! last ihn weiterleben ,im Sinne von
    Erna.
    Leider kann ich ihn nicht mehr als 2 mal im Jahr besuchen
    Früher nach langer Fahrt nach Haus
    Viele Grüsse aus der Schweiz .
    Köbi

  3. waren dieses jahr das erste mal im sibersack,tolle gemütliche atmosphäre.werde immer gerne wieder kommen grüsse aus schwelm.kämpfe weiter wäre sehr schade um ein stück kietzgeschichte.

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  6. Ich bin ein absoluter Fan vom Silbersack, den ich schon als 18-jähriger in 1967 das erste Mal besucht habe. Die Stimmung dort, das echte Hamburger Seemanns-Flair, konnte ich dann später erkennen, als einmal Erna Thomsen mit richtigen “alten”, ihr bekannten Fahrensmännern, am Nebentisch saß und sich mit diesen lebendig unterhielt und von alten Zeiten sprach. Es ist eine absolut klasse Kult-Kneipe, die ich immer wieder gerne, wenn ich in meiner Lieblingsstadt Hamburg weile, auch besuche und dort (damals) Flaschen-Bier trinke. Bitte Dominik, mach weiter so, es wird Dir Erfolg bringen. Hamburg ist eine großartige, wunderschöne Stadt mit langer Seefahrer-Tradition, der Silbersack gehört mit seiner Gemütlichkeit absolut dazu, es wird Dir und Deinem Team gelíngen.

  7. Hallo Dominik, ich denke immer noch an die alte jukebox und die ewig hängende platte mit “Gruß an Kiel ” der ein sachter Tritt an die Box wieder in die Spur half.wenn es irgend geht,behalte die alte Box,das ist fürs Flair das salz in der suppe☺
    Grüße aus dem Schwarzwald, Jones

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