Schlaglicht / Donnerstag, 14.04.2016

Astra-Stube nach Beschwerden geschlossen

 
 

Polizei stand plötzlich im Club. Der Laden unter der Sternbrücke muss Konzerte absagen. Die Wiedereröffnung soll jedoch schon bald erfolgen.

Seit 1999 wird in der Astra Stube unter der Bahnüberführung Sternbrücke (Sternschanze) gefeiert und getrunken – auch Konzerte werden gespielt. Nun muss der Club eine Zwangspause einlegen. Der Grund: In den letzten Wochen hätten sich zwei Nachbarn wiederholt über die Lautstärke der Musik beschwert. Das hat der Betreiber, der Verein Astra Stube, auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben.

„Da die Polizei da war und mit der Schließung unseres Ladens gedroht hat, müssen wir handeln!“, schreibt der Verein und ergänzt: „Wir werden versuchen, so schnell wie möglich die Auflagen zu erfüllen, um dann wieder öffnen zu können.“ Optimistisch scheinen die Betreiber trotz des Ärgers zu sein: Am Freitag soll die Astra Stube wieder Besucher empfangen.

Zwei Konzerte müssen dennoch ausfallen: Bombee, die bereits am Dienstag spielen sollten, und Suddenly Human, die am Mittwoch auf der Bühne stehen sollten. Die deutsche Pop-Band Bombee nahm die Absage mit Humor und ließ sich stattdessen beim Eisessen fotografieren.

Astra Stube muss abgerissen werden

Seit Anfang Dezember betreibt der gemeinnützige Verein die Astra Stube. Die alte Leitung eines der ältesten und kleinsten Hamburger Live-Clubs hatte bereits im Sommer aufgegeben – zu marode sei das Interieur und zu unsicher die Zukunft.

Das Geld für die dringend benötigte Renovierung konnte bei Soli-Konzerten gesammelt werden, die Tage des Clubs bleiben aber dennoch gezählt. Denn die Deutsche Bahn, Inhaberin der Brücke, will diese bald erneuern. Aus diesem Grund müssen die Astra Stube und die benachbarten Clubs Waagenbau sowie Fundbureau abgerissen werden. Ende 2017 läuft die Schonfrist aus.

(Text: fre/HA)

 

Kommentare


  1. tja Hamburg ist sehr gross.. Hamburg hat sehr viele Ecken wo man ruhig, geradezu kleinstädtisch und entspannt wohnen kann, ohne Clubs usw., wo nach zehn die Bürgersteige hochgeklappt werden…. aber nein, Menschen wollen ja hip im Szeneviertel wohnen und wundern sich dann, wenn die tollen bunten Clubs, Bars und das vielfältige Leben dort auch mit Lautstärke verbunden sind… ich werd’s nie verstehen… vor allem an einer Ecke, wo die Bahn fährt und sich auch noch zwei viel befahrene Straßen kreuzen

      • das kommt ganz darauf an… wenn man schnacken will, sollte sie nicht mal zu laut sein. Beim Tanzen geht es aber nicht nur um die Ohren sondern der Sound geht durch den ganzen Körper, das ist manchmal wie eine Naturgewalt (im positiven Sinne) und ja, dann muss sie laut sein.

    • @Lokaler. Sie können es nicht und werden es auch nie verstehen! Schon mal daran gedacht, dass Menschen dort bereits 50 Jahren leben könnten? Konnten die ahnen, dass es dort mal fürchterlich laut sein wird? Also, vor unüberlegter Kritik, erstmal Gehirn auf Trab bringen!

      • lieber Altmieter.. Kneipen und Clubs sind dort (Schanze) allerding seit, sagen wir mal, mindestens 20-30 Jahren, dazu eine wie schon erwähnt nicht gerade leise Bahn und zwei viel befahrene Straßen. Ist also die Frage, warum gerade jetzt geklagt wird, zumal an anderer Stelle stand, dass zumindest eine der beiden sich beschwerenden Nachbarinnen dort erst seit einigen Monaten leben soll.
        Ich habe auch mal knapp 5 Jahre an der Max Brauer Allee gewohnt, über der damals dort befindlichen Bar Nouar und auch wenn jede Nacht Nena usw. genervt haben (im dritten Stock wohlgemerkt) und auch ich damals das Bett morgens Zwecks Arbeit räumen musste (Frühschicht alle 2 Wochen), wäre mir eine Beschwerde nicht in den Sinn gekommen.

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