Blaulicht / Freitag, 29.04.2016

Zeugenaufruf nach Schüssen auf St. Pauli

 
 

Update: Auf St. Pauli ist am Donnerstagmittag ein Mann angeschossen worden. Die Polizei hat nun eine erste Täterbeschreibung veröffentlicht.

Nach den Schüssen auf einen Mann vor einer Kneipe am Hamburger Berg fahndet die Polizei nun öffentlich nach dem mutmaßlichen Schützen. Der Verdächtige soll 1,80 Meter groß und muskulös sein. Er habe mittellange, dunkle Haare und ein südeuropäisches Erscheinungsbild, teilte die Polizei am Freitag mit. Bekleidet war der Mann mit einem dunklen Anzug und einem weißen Hemd. Nach der Tat floh der Täter offenbar zur Fuß in Richtung Hein-Hoyer-Straße.

Der Unbekannte soll den 30-jährigen Tunesier am Donnerstagnachmittag gegen 14.45 Uhr vor der Kneipe „Knallermann“ mit einer Schusswaffe verletzt haben. Das Opfer erlitt dabei laut Feuerwehrangaben einen Bauchschuss, konnte sich jedoch noch in die nahegelegene Davidwache retten, wo Polizeibeamte umgehend einen Notarzt alarmierten. Der Verletzte wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr soll jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden haben, teilte die Polizei mit.

Ein Polizeihung sucht Spuren auf der Straße

Ein Polizeihund sucht Spuren auf der Straße, Beamte der Kriminaltechnik fotografieren den Tatort

Polizeikräfte hatte am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot vergeblich nach dem flüchtigen Schützen gefahndet. Die Straße Hamburger Berg wurde zwischen Reeperbahn und Seilerstraße komplett abgesperrt. Anwohner durften ihre Häuser zwischenzeitlich nicht mehr verlassen, Gäste aus den umliegenden Kneipen wurden von den Einsatzkräften herausgeführt und gefilzt. Wer die Absperrung verlassen wollte, wurde z.T. sogar fotografiert, um eine Identifizierung durch das Opfer zu ermöglichen. Ein Spurensuchhund suchte auf der Straße nach Projektilen, auch ein Hubschrauber der Hamburger Polizei kreiste über dem Gebiet. Im Zuge der Fahndung überprüften Polizisten kurz nach der Tat auch zwei Männer, die in einem Auto gestoppt worden waren.

Schaulustige an der Absperrung Seilerstraße

Schaulustige an der Absperrung Seilerstraße

Die näheren Umstände der Tat sind nach wie vor unklar. Das Landeskriminalamt ermittelt. Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 4286-56789 zu melden.

Der Artikel wurde zuletzt am 29.4. um 21.56 Uhr aktualisiert.

Fotos: JOTO (Titelfoto), Jung (2)

 

Kommentare


  1. Für die Ermittlungen hab ich ja vollstes Verständnis-Blöd nur,dass Anwohner stundenlang nicht aus dem Haus gelassen werden,obwohl man grad mal einen Meter von der Absperrung entfernt ist,war ein bisschen wie im Knast.Danke noch mal an die netten Mitarbeiter der Albers Bar fürs rein und raus lassen durch den Hintereingang 😊

  2. Der Hamburger Berg ist nun mal ein Problempunkt, das ist aber der Behörde bekannt. Schlimm wurde es ja erst durch die vielen Dealer ( hauptsächlich Afrikaner )die dort an der Ecke vorm KFC und in der Strasse rumhängen und auch am Tage ihre Drogen vertickern. Nicht nur, da sondern auch in der Talstrasse. Man fühlt sich doch als einfacher Bürger nicht mehr sicher in diesem Bereich. Es musste ja soweit kommen und das war voraussehbar das es mal passiert. Solange die Behörde nichts gegen diese Dealer unternimmt wird es immer wieder solche oder ähnliche Vorfälle geben. Ich selbst habe es ja mit eigenen Augen schon gesehen das ein Dealer im Beisein der Polizei seine Drogen und das Geld das er in der Tasche hatte unter ein Auto das dort parkte, geworfen hat. Das war letztes Jahr als Freunde und ich von den Dealern angegriffen wurden und wir darauf die Polizei gerufen hatten. Man hätte sich den Anruf auch sparen können, denn der Polizeiwagen kam erst wie meistens erst ca 20 Minuten später. Frage, hat die Polizei Angst vor diesen Leuten, oder warum unternehmen die nichts? Nimmt die Polizei dann wirklich mal einen von diesen Dealern mit , steht er spätestens nach einer halben Stunde wieder an der selben Stelle und verkauft munter weiter. Armes Hamburg was ist aus dir geworden!

    • Die Dealer wissen dass sie 4,9 gramm und nicht mehr dabei haben sollten umnicht verurteilt zu werden. Ausserdem sind die natürlich alle staatenlos seitdem sie auf ihrer Mittelmeerkreuzfahrt den Pass ins Wasser geworfen haben und können daher nicht abgeschoben werden…ein Teufelskreis und etliche warten gerade in Lybien auf ihre Überfahrt…

      • „Mittelmeerkreuzfahrt“? Ich würde hier jetzt gerne ein paar Begriffe zu Dir posten, die vermutlich die Freischaltung des Kommentars verhindern würden. Ich wünsche es eigentlich niemandem, aber vielleicht würde es dir gut tun mal in einer ähnlichen Situation zu landen wie die Geflohenen und dann erinnerst du dich hoffentlich an dein herablassendes Geschreibe.

        • „…mal in einer ähnlichen Situation zu landen wie die Geflohenen…“
          – die situation/status, in der sie sich hier befinden, nennt man illegalen aufenthalt und sie haben sich selbst dafür entschieden keinen asylantrag zu stellen, keine sozialhilfe zu erhalten und deshalb nur durch kriminelle geschäfte an geld zu kommen.

    • zja Armes Hamburg was ist aus dir geworden wie Du schon sagst. Aber Ihr seit doch selber schuld Ihr empfängt doch jeden ……. mit offenen Armen. Das ist erst der fortgeschrittene anfang. sorry kein Mitleid

    • Mit dem lieben Andy ist es als auch nicht besser geworden.
      @Gerhard Nördinger, Sie wollen diverse Vorgänge mit „eigenen“ Augen gesehen haben? Ja mit welchen denn sonst?

  3. Da wollte sich wohl ein Konsument bei seinem Dealer Beschweren, dass er kein Koks sondern stattdessen Kaffeeweißer erhalten hat. Die Beschwerde konnte der Dealer wohl nicht auf sich sitzen lassen…

  4. sacht mal Gerhard und Lincoln gehts noch? nee, klar, auf St. Pauli fliegt erst ’ne Kugel seit hier Dealer sind… und die Rockerschießerei vor ein paar Monaten vorm Schweinske, das waren vermutlich auch dunkelhäutige Dealer als Angels verkleidet, nicht wahr? Und Mucki Pinzner war vermutlich auch in Wirklichkeit dunkelhäutig und Dealer… Kinder, war das schön damals, in den 80ern.
    Demnächst wird auch noch Honka zum Migranten erklärt.
    Im Berg gab es die letzten 10 Jahre auch so genug Polizeieinsätze, Gewaltdelikte, Diebstähle in den Bars usw. und auch zu ner Zeit als die Drogenszene da nicht sehr präsent war. Ne normale Straße für normale Bürger ist das eh nicht und man darf mal sagen, dass die wildesten Läden dort die 24-Stunden Kneipen sind, die eher zu der Kategorie „klassische Hamburger Kneipe/altes St. Pauli“ gehören. Es dürfte auch zu Zeiten der Matrosen und Hafenarbeiter dort früher gewiss etwas anders zugegangen sein als in normalen Wohnstraßen, also erspart uns diesen Rassistenmist indem ihr so tut, also ob ein paar dunkelhäutige Jungs hier jetzt den Kiez aufmischen würden, so ein Schwachsinn.

  5. hier mal die typische Dealer-Täterbeschreibung des vermeintlichen Schützen:
    Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:
    Männlich, ca. 180cm, muskulöse Statur, mittellange, dunkle Haare, bekleidet mit dunklem Anzug und weißem Hemd.Nach der Schussabgabe flüchtete der Mann in Richtung Hein-Hoyer-Straße.
    ..die Kommentarspalte wird auch hier immer gruseliger, ist schon ein Kaltland hier..und St Pauli auch nur noch teilweise „die einzige Möglichkeit“

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